Mittwoch, 05. Oktober 2022

Feuer und Flamme für Renate

Für die Freiwillige Feuerwehr Niederaichbach standen kürzlich die Zeichen ganz auf Bitten und Betteln.

Vom 30. Juni bis 2. Juli 2023 feiern die Floriansjünger ihr 150-jähriges Gründungsfest, und dafür ist die tatkräftige Unterstützung einer Festmutter von Nöten.

So trafen sich gut 30 Feuerwehrler in ihrer Ausgehuniform, darunter Vorstandschaft und Festausschuss, um ihre auserkorene Festmutter Renate Falter-Meier um Übernahme des Amts zu bitten. Nach dem von der „Alt-Niederaichbacher Feierwehrkapelle“ angeführten Marsch vom Gerätehaus zur designierten Festmutter standen die Aufgaben, die sich Renate und Thomas ausgedacht hatten, auf dem Programm.

Erst galt es, einen mächtigen Baumstamm mit einer alten Wiegensäge durchzusägen. Davon hörbar noch etwas aus der Puste, brachten die Feuerwehrler ihr Anliegen nochmals in Liedform vor. Doch dieser Versuch beeindruckte Renate Falter-Meier scheinbar nicht allzu sehr, und so bat sie FFW-Vorsitzenden Jörg Dengler, Kommandant Markus Karl und Festausschussvorsitzenden Christian Hohmuth erstmals auf das berüchtigte „Scheitl“. Kegeln, rohe Eier und Krawatten binden. Von dort aus mussten die Führungskräfte beobachten, wie ihre Mitstreiter sich beim Kegeln mit C-Schläuchen versuchten. Bei der nächsten Aufgabe mussten zuerst gekochte, dann sogar rohe Eier durch einen B-Schlauch gerollt werden und durften dabei keinen Schaden erleiden, sonst stünde die anvisierte Amtsübernahme reichlich in Gefahr, denn „eine Festmutter muss man behandeln wie ein rohes Ei“, so Renate. Anschließend bat sie einige Feuerwehrler, die ihr in der Vergangenheit durch schlecht gebundene oder sogar komplett fehlende Krawatten aufgefallen waren, zur nächsten Übung. Abschließend bat Renate Falter-Meier die FFW-Führungskräfte nochmals zum obligatorischen „Scheitlknien“, stellte erneut die Frage nach dem Grund für ihr Kommen, und verkündete dann in Anbetracht der mit Bravour gemeisterten Prüfungen um exakt 17.41 Uhr ihr erlösendes „Ja“.

Der Jubel bei den Feuerwehrlern war natürlich groß, so übergaben sie ihrer Festmutter einen üppigen Blumenstrauß, und die „Alt-Niederaichbacher Feierwehrkapelle“ bedankte sich mit dem Musikstück „God Save The Queen“. So stand einer ausgiebigen Feier, bei der sowohl der Jubelverein wie auch die stolze Festmutter Renate Falter-Meier einmütig ihre Vorfreude auf das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Niederaichbach vom 30. Juni bis 2. Juli 2023 unterstrichen, nichts mehr im Wege.

 

Bericht und Bild: Bernhard Goth

Übergabe Schwimmsauger

Am Donnerstag, den 18.08.22 wurde an die Freiwillige Feuerwehr Niederaichbach ein Schwimmsauger übergeben.

Manuel Gabler vom Versicherungsbüro Manuel Gabler in Ergolding überreichte diesen an den 1. und 2. Kommandanten Markus Karl und Manuel Gahr.

Insgesamt werden den bayerischen Feuerwehren 900 Schwimmsauger im Gesamtwert von 500.000 Euro von der Versicherungskammer Bayern zur Verfügung gestellt. Mit dem Schwimmsauger kann die Feuerwehr künftig Löschwasser auch bei geringem Wasserstand aus Gewässern pumpen. Eine ausreichende Löschwasserversorgung ermöglicht es der Feuerwehr eine Brandausbreitung zu verhindern und damit Schäden an Gebäuden und der Umwelt zu minimieren. Dies wirkt sich auch positiv auf die Bilanz des größten Wohngebäudeversicherers in Bayern und der Pfalz aus. 

„Ohne Löschwasser kann die beste Feuerwehr nicht löschen“ erläutert

Barbara Schick die stellvertretende Vorsitzende des Vorstands von der Versicherungskammer Bayern „Als Versicherer der Kommunen liegt uns sehr daran, diese bei der Ausrüstung ihrer Feuerwehren zu unterstützen“.

Wasserhöhe von nur 5 cm statt 30 cm notwendig 

Mit dem Schwimmsauger kann aus Bächen gesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch 5 cm beträgt. Bisher waren mindestens 30 cm notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont. Der 7kg leichte Schwimmsauger besteht aus einem 60 cm langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen

Da nicht überall Hydranten vorhanden sind, muss das Löschwasser oft aus Bächen oder Teichen gepumpt werden. Der Schwimmsauger ist dafür eine einfache, aber geniale Erfindung. Zudem ist das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich.

Das Projekt wurde von der Versicherungskammer Bayern gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern entwickelt. Die Verteilung läuft noch bis zum Ende des Jahres 2021 über die Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände.

Die Feuerwehr Niederaichbach bedankt sich herzlich an die großzügige Spende der Versicherungskammer Bayern.

 

 

Startschuss in das Jubiläumsjahr

Vor kurzem waren die Feuerwehrmänner aus Niederaichbach aktiv und stellten Begrüßungstaferl an allen vier Ortseingängen auf. Es ist nun jedem Besucher sichtbar, dass nächstes Jahr vom 30. Juni bis 2. Juli 2023 das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Niederaichbach gefeiert wird.

Nach der Gründung des 18köpfigen Festausschusses im Jahr 2019 war lange nicht klar, ob das Fest wegen der pandemischen Lage überhaupt stattfinden kann. Mittlerweile ist jedoch eine Absage kein Thema mehr und die Vorfreude bei allen Beteiligten groß!  Nach der Flashover-Party am Freitag folgt ein Abend mit bayerischer Gemütlichkeit. „Der Festsonntag bildet den krönenden Abschluss unserer Feierlichkeiten“, so 2. Vorstand Christian Hohmuth, Vorsitzender des Festausschusses.

Braucht es für ein erfolgreiches Fest natürlich auch eine Festmutter mit Ihren Festdamen, die ihre Wehr bei den Feierlichkeiten tatkräftig unterstützen. So wird sich am 20. August beim Festmutterbitten zeigen, ob die Vorstandschaft ihre Festmutter für sich gewinnen kann.

Abnahme der Modularen Truppausbildung bei der Feuerwehr

(Bericht aus der LZ) Landkreis/Ergolding. (red) Nach einer Ausbildungszeit von insgesamt rund 110 Stunden – die sich mit Corona-Pausen fast ein Jahr hinzog – wurde am Gerätehaus der Ergoldinger Feuerwehr das MTA-Basismodul mit Erfolg abgeschlossen.

Ziel der Modularen Truppausbildung (MTA) ist das Erlernen der Grundtätigkeiten, die für den Feuerwehrdienst notwendig sind, unabhängig von der Größe und der Ausstattung der jeweiligen Feuerwehren. Die Ausbildung orientiert sich stark an der tatsächlichen Ausstattung der einzelnen teilnehmenden Feuerwehren, weswegen die Unterrichte durch sämtliche Ausbilder aller teilnehmenden Feuerwehren durchgeführt wurden.

Neben den bekannten Grundlagen wie Brandbekämpfung und einfacher technischer Hilfeleistung sind auch zahlreiche wichtige Themen wie Hygiene und Verhalten im Einsatz und der Öffentlichkeit, Psychiosoziale Notfallversorgung, Personenrettung mit verschiedensten Gerätschaften der Feuerwehr sowie Gefahrguteinsätze Teil der umfangreichen anspruchsvollen Ausbildung. Diese Grundausbildung ist die Basis für alle weiteren Lehrgänge, die absolviert werden können. Als Teil der modularen Truppausbildung werden die Funkausbildung sowie ein auf die Feuerwehren ausgerichteter Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt.

Praktische Prüfung mit Bravour bestanden

Während der Prüfung musste zunächst eine theoretische Prüfung abgelegt werden, im Anschluss wurden verschiedene praktische Aufgaben truppweise durchgeführt und durch die Prüfer abgenommen. Unter den kritischen Augen der Kreisbrandinspektion Landshut, vertreten durch Kreisbrandrat Rudi Englbrecht, Kreisbrandinspektor Günter Deller sowie den örtlich zuständigen Kreisbrandmeister Matthias Wagner, zeigten die Prüflinge sehr gute Leistungen und meisterten die Prüfung mit Bravour. Insgesamt nahmen 16 Mitglieder der FFW Ergolding, vier Mitglieder der FFW Niederaichbach, vier Mitglieder der FFW Oberaichbach, ein Mitglied der FFW Piflas, ein Mitglied der FFW Pfettrach sowie vier Mitglieder der FFW Niederkam an der Prüfung teil. Alle bestanden die schriftliche und praktische Prüfung mit Bravour.

Jahreshauptversammlung der FF Niederaichbach

In seinem Tätigkeitsbericht ließ Dengler das durch Corona stark eingeschränkte Vereinsjahr 2021 noch einmal Revue passieren. So beteiligte man sich aktiv an verschiedenen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen, mehrere Vorstandssitzungen wurden abgehalten, und es wurde eine Spendenaktion durchgeführt. Anschließend stellte Kassier Hubert Kletzl die Finanzen des Vereins detailliert dar, Revisor Jakob Meierlohr, der zusammen mit Ludwig Ehm die Kasse geprüft hatte, bescheinigte eine korrekte Kassenführung ohne Unstimmigkeiten und empfahl demzufolge die Entlastung der Vorstandschaft. Dem entsprachen die Versammlungsteilnehmer einstimmig.

Kommandant Markus Karl stellte in seinem Tätigkeitsbericht die Feuerwehrarbeit der 55 Aktiven sowie der neun Jugendfeuerwehrler im abgelaufenen Jahr dar. So rückte man zu insgesamt 68 Einsätzen und sonstigen freiwilligen Tätigkeiten aus. Außerdem wurden von den Aktiven 49 Übungen absolviert, die Jugendgruppe traf sich zu 15 Übungen. Mehrere Mitglieder nahmen am MTA-Basismodul, am Gruppenführerlehrgang oder am DekonP-Lehrgang teil. So bezifferte Kommandant Karl den Gesamtzeitaufwand für Einsätze und Übungen auf 2898 ehrenamtlich geleistete Stunden. Außerdem nahmen die Gerätewarte umfangreiche Prüfungen und Wartungen der Geräte, der Fahrzeuge und des Gerätehauses vor, wofür nochmals etwa 310 Stunden aufgewendet werden mussten. Weiter berichtete Kommandant Karl unter anderem über bereits durchgeführte beziehungsweise für das Jahr 2022 noch geplante Anschaffungen. Abschließend dankte der er allen Aktiven für ihr umfangreiches Engagement, sowie den Funktionsträgern, den Gruppenführern, den Gerätewarten, allen Helfern, der Gemeinde und der Landkreisführung für ihre stete und vielschichtige Unterstützung.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt standen Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm. Simon Obermeier wurde zum Feuerwehrmann befördert, Konrad Besl und Thomas Grandinger zum Oberfeuerwehrmann, sowie Dominik Moser zum Hauptfeuerwehrmann. Alle Beförderten erhielten als äußeres Erkennungszeichen den entsprechenden Ärmelstreifen. Für zehnjährige Mitgliedschaft erhielt Valentin Huber ein Ärmelabzeichen, ebenso wurden Oliver Graml und Dominik Moser für 20 Jahre, Jörg Dengler, Christian Hohmuth und Mario Huber für 25 Jahre und Markus Karl für 30 Jahre mit dem entsprechenden Ehrenzeichen dekoriert. Und eine besondere Ehre wurde Alfred Sand zuteil, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Außerdem begrüßten die Führungskräfte Matthias Bauer und Dominik Stampfer als Zugänge in der aktiven Mannschaft der Feuerwehr Niederaichbach, mussten aber auch insgesamt drei Austritte verzeichnen. Abschließend dankten zweiter Bürgermeister Jakob Sand und Kreisbrandmeister Josef Neß in ihren Grußworten unisono allen Aktiven der Niederaichbacher Wehr für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger.

 

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